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„Falsche“ Polizeibeamte festgenommen; Staatsanwaltschaft Heidelberg erwirkt Haftbefehle

Datum: 12.11.2018

Kurzbeschreibung: 

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Polizeipräsidiums Mannheim



„Falsche“ Polizeibeamte festgenommen; Staatsanwaltschaft Heidelberg erwirkt Haftbefehle


Weinheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis/Hessen/Rheinland-Pfalz/Bayern/Türkei:

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg wurden Haftbefehle gegen einen Mann und eine Frau im Alter von jeweils 21 Jahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Bandenbetruges erlassen.

 

Sie stehen im dringenden Verdacht, zwischen April und Juli dieses Jahres gemeinsam mit weiteren Verdächtigen als „falsche“ Polizeibeamte in Weinheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis (u.a. Eschelbronn, Zuzenhausen, Plankstadt), aber auch über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus in Rheinland-Pfalz (u.a. Worms, Haßloch), Hessen (u.a. Birkenau, Lampertheim, Pfungstadt) und Bayern (Miltenberg) eine Vielzahl älterer Personen um ihr Erspartes gebracht zu haben.

 

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg sollen die beiden Festgenommenen einer von der Türkei aus agierenden Tätergruppierung angehören, die ausschließlich mit älteren, vorwiegend weiblichen Opfern, telefonisch mit gefälschten Telefonanschlussnummern („Spoofing“) Kontakt aufnimmt und sich als Polizeibeamte der örtlichen Polizeidienststelle ausgibt.

 

Des Weiteren wird den Angerufenen vorgetäuscht, dass es aufgrund eines geplanten Einbruchs erforderlich sei, Bargeld und Schmuck bis zur Festnahme der Täter vorübergehend durch die Polizei sicherstellen zu lassen.

 

Im Vertrauen darauf, mit der „richtigen“ Polizei zu sprechen wurden im Anschluss Bargeld, Schmuck und EC-Karten an Abholer übergeben. Mit den erlangten EC-Karten hoben die Tatverdächtigen im unmittelbaren Anschluss an einem Geldautomaten Bargeld ab, nachdem die Opfer Ihnen zuvor im Vertrauen darauf, dass es sich um Polizeibeamte handelt, die PIN übermittelt hatten. Es wird von einem Gesamtschaden von über 100.000 Euro ausgegangen.

 

Die beiden Tatverdächtigen, die als „Abholer“ fungiert haben sollen, befinden sich in Untersuchungshaft.

 

Gegen den männlichen Tatverdächtigen wurde inzwischen Anklage zum Landgericht Heidelberg – Jugendkammer – erhoben, gegen die Frau dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und des Betrugsdezernats der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg an.

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